Eigenbluttherapie

Eigenblut oder auch Eigenserum (ACP Therapie)
Die Eigenbluttherapie gehört als unspezifische Reiztherapie zu den klassischen naturheilkundlichen Verfahren. Bei der Eigenbluttherapie wird Blut aus der Vene entnommen und i. d. R. in den Gesäßmuskel oder die Haut zurückgespritzt.

Das eigene Blut wird vom Körper als „fremd“ angesehen da es von aussen zugeführt wird und triggert so die Immunabwehr des Körpers an.

Anwendung und Umfang

Bei der Eigenbluttherapie wird zunächst eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen. Begonnen wird häufig mit 0,5-1 ml Blut, dann kann schrittweise – je nach Behandlungskonzept – auf bis zu 5 ml erhöht werden. Das entnommene Blut wird dann unverändert (klassische Eigenblutbehandlung) oder mit Wirkstoffen (z.B Procain siehe Neuraltherapie) versetzt in den Gesäßmuskel oder in Akupunktur- bzw. Schmerzpunkte unter der Haut gespritzt.
In der Regel werden 10-12 Behandlungen durchgeführt. Je nach Erkrankung sind ein Termin oder mehrere pro Woche sinnvoll. Bei akuten Erkrankungen (z. B. Infekte) kann eine tägliche Eigenblutgabe angebracht sein, bei chronischen Verläufen auch nur eine wöchentliche.
Nach Abschluss einer Behandlungsserie kann nach einer Pause ein weiteres Intervall folgen.
Wenn die Eigenbluttherapie bei Allergien eingesetzt werden soll, sollte die Behandlung im Akut-Zustand beginnen. Also dann wenn die Nase gerade läuft, oder die Augen gerade brennen vom Heuschnupfen.

Eine weitere Form der Eigenbluttherapie ist die Eigenserumtherapie. In der Orthopädie bekannt als ACP Therapie (autologes conditioniertes Plasma).
Hier wird das entnommene Blut mittels Zentrifuge aufbereitet. Das getrennte Blutserum (Plasma) kann nach dieser Behandlung dem Körper wieder zugefügt werden. Vorteile dieser Eigenserumbehandlung ist, dass es im Gegensatz zum Vollblut auch in Gelenknähe verabreicht werden kann.

therapeutische Anwendungsgebiete sind z.B.:

Die Eigenbluttherapie hat sich aus naturheilkundlicher Sicht bei einer Vielzahl von Erkrankungen bewährt. Dazu zählen beispielsweise

  • Allergien (z. B. Heuschnupfen)
  • Hauterkrankungen (z. B. Ekzeme, Neurodermitis)
  • Abwehrschwäche
  • Asthma bronchiale
  • Durchblutungsstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Infektionen (akut und chronisch)
  • Rekonvaleszenz (Erholung nach schwerer Erkrankung)
  • Mykosen (Pilzinfektionen)
  • Gelenkschmerzen, Arthrose und Rheuma
  • Morbus Bechterew

Die Eigenbluttherapie ist eine sanfte und bewährte Form der Umstimmungstherapien und wird in der Regel gut vertragen. Dennoch ist sie nicht für alle Patienten gleichermaßen geeignet (zum Beispiel nicht oder nur sehr eingeschränkt bei gleichzeitiger Einnahme gerinnungshemmender Medikamente wie Marcumar oder bei schweren, auszehrenden Grunderkrankungen).

Hinweis: Die Eigenbluttherapie / Eigenserumtherapie gehören zu den alternativmedizinischen Verfahren ohne wissenschaftlichen Nachweis einer Wirksamkeit.

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Hinweis: Die genannten Therapien sind von der Schulmedizin nicht alle wissenschaftlich anerkannt.